„Fotografische Brücken“ jetzt auch in Saporischschja

Unsere Ausstellung „Fotografische Brücken“ setzt ihre Reise durch die Ukraine fort. Jetzt ist sie in Saporischschja:

„Ich freue mich, mitteilen zu können, dass die gemeinsame Ausstellung „Fotografische Brücken zwischen Deutschland und der Ukraine“ am 27.03. in Saporischschja um 14:00 Uhr (deutscher Zeit) feierlich eröffnet wird.

Wie ihr alle aus den Nachrichten wisst, befindet sich die Stadt Saporischschja in unmittelbarer Nähe der Frontlinie. Infolgedessen verlieren durch die Aggression Russlands täglich unschuldige Zivilisten ihr Leben.

Dennoch habe ich bewusst die Verantwortung übernommen, unsere Ausstellung gerade in dieser Stadt durchzuführen. Mein Ziel ist es, den Menschen vor Ort zumindest für einen Moment jenes Gefühl von Normalität, Hoffnung und auch Freude zurückzugeben, das sie vor Beginn der groß angelegten Invasion erlebt haben. Kunst kann Brücken bauen, Trost spenden und Kraft geben – gerade in schwierigen Zeiten.

Ich hoffe sehr, dass sowohl die Eröffnung unserer Fotoausstellung als auch ihr weiterer Verlauf in Saporischschja sicher und erfolgreich stattfinden werden……

Stadtrat von Saporischschja, Abteilung für Kultur, Jugend und Familie
Fotoklub „Saporischschja“
Nürnberger Photoklub

Zentralboulevard 3, Saporischschja, Oblast Saporischschja, Ukraine

Ausstellungszeitraum : 27. März – 16. April 2026

 

„Fotografische Brücken“ jetzt in Kyjiw

Ausstellungsplakat (Ausschnitt)
Die Bibliothek „W. Wynnytschenko“ in Kyjiw
Die Bibliothek „W. Wynnytschenko“

Nach Nürnberg 2024 und Poltawa 2025 ist zu Beginn des Jahrs 2026 die Ausstellung „Fotografische Brücken“ zwischen Deutschland und der Ukraine nun auch in Kyjiw, der Hauptstadt der Ukraine zu sehen.

Am 21. Februar öffneten sich die Türen zu den Räumlichkeiten der Bibliothek „W. Wynnytschenko“. Wir wünschen der Ausstellung in Kyjiw viel Erfolg. Wir sind beeindruckt, dass sich die Ukraine nicht von den ständigen Angriffen auf die Stadt beeindrucken lässt und nach wie vor kulturelle Projekte vorantreibt und realisiert.

Es ist geplant, im März die „fotografischen Brücken“ auch in Saporischschja zu zeigen.

Peter Nörr ist gestorben

Der Nürnberger Photoklub trauert um sein Ehrenmitglied Peter Nörr.

Peter war 17 Jahre ein engagiertes Mitglied des Nürnberger Photoklubs. Acht Jahre davon war er im Vorstand als technischer Leiter tätig. Als er von diesem Amt zurück trat, erhielt er vom Klub aus Dankbarkeit die Ehrenmitgliedschaft. Aber auch dann hörte er nicht auf, im Klub exzellente Vorträge zum Thema Bildbearbeitung zu halten.

Peter war ein ausgezeichneter Wettbewerbsfotograf. Er steht mit 81 Löwen-, 63 Iris- und 47 Retinapunkten in der ewigen Bestenliste ganz weit oben. 2024 erhielt er vom Deutschen Verband für Fotografie den Ehrentitel „Künstler des DVF“.

Peter bezeichnete sich selbst als Landschafts- und Naturfotograf, aber das ist eigentlich nur ein kleiner Ausschnitt seiner fotografischen Themen. Er hat wunderbar Portraits gemacht, er hat packenden Outdoorsport fotografiert und er hat inszeniert, z.B. Märchenfotos oder Westernszenen. Seine Fotografien waren immer perfekt. Er war penibel, was Schärfe, Retusche, stürzende Linien oder Beschnitt anbelangte – und er kritisierte die Fotos, die diesen Maßstäben nicht entsprachen. Wir alle haben davon profitiert, weil Peter immer Hilfe zur Verbesserung anbot.

Seine Geradlinigkeit, Integrität und seinen moralischen Kompass werden wir vermissen. Peter war offen und zugewandt , ein wichtiger Anker im Klubleben. Allerdings machte ihm seine fortschreitende Schwerhörigkeit und gesundheitliche Probleme eine Teilnahme zusehends schwerer. Mit großem Bedauern zog er sich zurück. Er starb am 2. Februar an den Folgen eines Schlaganfalls im Alter von fast 84 Jahren.

 

Ausstellung „Fotografische Brücken“ jetzt in Poltawa/Ukraine eröffnet

Ausstellungsplakat (Ausschnitt)

Das Museum Kotljarewski in Poltawa

Nach der  viel beachteten erstmaligen Präsentation der Ausstellung „Fotografische Brücken zwischen Deutschland und der Ukraine“ im Sommer 2024 in Nürnberg ist die Ausstellung jetzt nach Poltawa / Ukraine gewandert und im Museum Kotljarewski (Bild links) zu sehen..

Die Ausstellung ist ein großer Erfolg und stößt auf großes Interesse bei den Besucherinnen und Besuchern. Besonders hervorgehoben wurden die vielfältigen Motive und die künstlerische Qualität der Fotografien. Auch die Möglichkeit, die Werke der Nürnberger Fotografen in diesem Rahmen zu entdecken, wurde mit großer Begeisterung aufgenommen und hat zu einem intensiven kulturellen Austausch beigetragen.

Sofern sich die Lage in der Ukraine nicht verschlechtert, ist geplant, die Fotoausstellung weiterzuführen und sie in weiteren Städten wie Saporischschja und Kyiv zu präsentieren. 

 

Ingrid Wüstner ist gestorben

Ingrid Wüstner vor ihrem eigenen Portrait

Der Nürnberger Photoklub trauert um Ingrid Wüstner, die am 19. August nach schwerer Krankheit verstorben ist. Ingrid kam spät zum Nürnberger Photoklub. Als sie eintrat, war sie schon 78 Jahre alt, der älteste Neueintritt überhaupt.

Da hatte sie schon ein ganzes Leben hinter sich. Aber was für eines! Ingrid war eine wahre Künstlerin mit einem außergewöhnlichen Lebensweg. Ihr Talent und ihre Leidenschaft zeigten sich in all ihren Lebensstationen – vom Tanz bei der legendären Mary Wigman in Berlin über die Folkwangschule in Essen, ihre Engagements als Schauspielerin auf den verschiedensten Bühnen bis hin zum Gesang. Sie war eine inspirierende Persönlichkeit, stets auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen.

Und dann kam sie zur Fotografie. Ihr Hauptinteresse galt den Blumen. Aber Ingrid hatte darüber hinaus dieses große Bühnentalent, das sie freigiebig im Photoklub zur Verfügung stellte. Obwohl zusehends mobilitätseingeschränkt, stand sie zahlreich und gern Modell. Herausgekommen sind Fotografien, die uns lange im Gedächtnis bleiben. Das Gesicht einer Frau, die das Alter nicht verleugnet, aber von einer Präsenz und Intensität geprägt ist, die man selten findet.

Ingrid kam bis zum Schluss zum Photoklub, wenn auch leider immer seltener. Jetzt ist sie ihrer Krankheit im Alter von 88 Jahren erlegen. Wir alle werden Ingrid vermissen. In unseren Erinnerungen bleibt sie eine Frau, die mit ihrer Kunst und ihrem Wesen das Leben vieler bereichert hat.

Verified by MonsterInsights